MUSEUMSINSEL

Berlin

Im Zuge des Wiederaufbaus und der Restaurierung des Neuen Museums als Teil der Museumsinsel wurden in aufwendigen Tiefbaumaßnahmen Wartungsund Installationsgänge gebaut. Während der Umbauarbeiten galt es, Setzungen aus Umlagerungen an dem auf Holzpfählen gegründeten und historisch wertvollen Gebäude zu vermeiden. Unter den Fundamenten wurden mittels Stickstoffvereisung mehrere Frostkörper erstellt, welche die Lasten abtrugen.
Für die anschließende Baugrube einer Fahrstuhlunterfahrt wurden deren Wände und Sohle im Grundwasser gefroren, um so eine wasserdichte Baugrubenumschließung zu schaffen. Insgesamt 126 Gefrierrohre mit Längen zwischen zwei und 15 m wurden im Gebäudeinneren, entlang der südlichen Außenfassade und um die künftige Fahrstuhlunterfahrt angeordnet. Nach der Aufgefrierphase mussten sie teils verkürzt, uminstalliert und unterhalb der neu aufgebauten Bodenplatte bis zu fünf Monate weiterbetrieben werden, bis der Gebäudeteil statisch sicher war.
Während der Aufgefrierphase des Bodens von +15 °C auf bis zu -70 °C wurden täglich bis zu fünf Tanklastzüge an Stickstoff benötigt. Zur Erhaltung des Frostkörpers reduzierte sich der Verbrauch auf etwa eine LKW Ladung pro Tag. Die Anlage mit 126 Magnetventilen, 265 Temperaturfühlern und vier Sauerstoffsensoren wurde von der Bögl-eigenen Bodengefriersteuerung überwacht.

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