BAHNSTEIGERWEITERUNG

U-Bahnhof Marienplatz

Im Rahmen der Erweiterung des U-Bahnhofes Marienplatz, Münchens am stärksten frequentierter Verkehrsknotenpunkt, sollen zwei zusätzliche Tunnelröhren die Bahnsteige auf die doppelte Fläche vergrößern und die Fahrgastströme von U- und S-Bahn wirksam entflechten. Verbunden werden die alten und neuen Erweiterungstunnel an insgesamt 22 Stellen. Kernpunkt des komplexen Bauverfahrens unter laufendem U-Bahn-Betrieb war das Gefrieren wasserführender Sandschichten unmittelbar über den neuen Bahnsteigröhren. Diese konnten wegen dem über beiden Tunneln liegenden historischen Rathaus nicht mittels vertikaler Absenkbrunnen entwässert werden.
Von zwei Startschächten aus wurden deshalb rund 100 m lange Pilotstollen als Rohrvortrieb mittels Druckluft Haubenschild aufgefahren. Von diesen Pilotstollen aus erfolgte die gezielte Vereisung des Bodens durch eine -38 °C kalte Kalziumlauge. Im Schutze des Vereisungsschirmes wurden dann die beiden, knapp 100 m langen Bahnsteigröhren bergmännisch sicher in Spritzbetonbauweise vorgetrieben. Der vom U-Bahn-Referat der Stadt München vorgegebene Toleranzbereich der Verformungen wurde durch den individuell angepassten intermittierenden Betrieb der Gefrieranlage deutlich unterschritten.

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